Schon am frühen Sonntagmorgen des 13. Septembers machten sich bei herbstlichem Wetter Wallfahrer aus Marktsteinach, Abersfeld und Löffelsterz auf den Weg in das Wallfahrtskirchlein von Kreuzthal (Riedbach). Die Filialkirche aus dem 17. Jahrhundert ist dem Heiligen Kreuz geweiht. Dieses christliche Zeichen stand auch im Mittelpunkt der Wallfahrt. Anlass ist das Fest der Kreuzerhöhung, welches die Kirche am 14. September begeht. Pfarrer Andreas Heck zelebrierte das Pilgeramt in Kreuzthal und ermutigte die Gläubigen auch in schweren Stunden Kraft aus dem Glauben an den Gekreuzigten zu schöpfen. Das Kreuz ist Zeichen der Treue - Gottes Treue zu uns und unserer Treue zu ihm.
In Ballingshausen wurde nach altem Brauch an diesem Sonntag ebenfalls das Kreuzfest begangen. Im Ort ist es von größerer Bedeutung als das Patrozinium. Pfarrer Daigeler sprach im Hochamt, das Christine Bauer an der Orgel begleitete, über die Barmherzigkeit, die vom Kreuz zu uns kommt. Sie ist Geschenk und Auftrag zugleich. "Jesus zeigt uns den Ausweg: Einander Vergeben."
Am Sonntagnachmittag kamen zahlreiche Gläubige zur Andacht in die Wettringer St. Kilianskirche. Üblicherweise wird das Gebet am Feldkreuz in Richtung Wetzhausen gehalten, das in den letzten Wochen ehrenamtlich hergerichtet und gestrichen wurde. Der Regen verhinderte das. Doch die Blaskapelle ließ auch im Gotteshaus festliche Lieder erklingen. Nach dem Segen ging es ins DJK-Heim, wo die Kirchenverwaltung Kaffee und Kuchen vorbereitet hatte.
Auch am Festtag selbst wurde das Kreuzfest begangen. In Fuchsstadt wird der 14. September seit alters her in Ehren gehalten. Pfarrer Söder zelebrierte eine festliche Messe am Montagabend. In seiner Ansprache berichtete er vom restaurierten Kreuz auf dem Kirchturm in Reichmannshausen, das nun neu vergoldet weithin strahlt und so zu einem leuchtenden Zeichen geworden ist. Es verwies auf die Botschaft der Lesung: "Wer auf das Kreuz blickt, wird geheilt." Am Ende des Gottesdienstes spendete er den Wettersegen und lud die Gläubigen dazu ein, einen alten Brauch wiederzubeleben und die Kreuzreliquie mit einem Kuss zu ehren. Damit fand der festliche Gottesdienst einen besonderen Abschluss und verband die überlieferte Tradition mit dem gelebten Glauben der Gemeinde.




