Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ machten sich am Samstag, den 19. September, über 70 Wallfahrer aus Löffelsterz und Umgebung auf den Weg nach Vierzehnheiligen. Seit 33 Jahren gibt es diese Fußwallfahrt. Dabei hat sie sich ihren eigenen Charakter bewahrt: Lobpreislieder mit Gitarre, gemeinsames Gebet, Zeiten der Meditation und Stille sowie persönliche Gespräche. Die Verbindung von Bewegung, Natur, Gemeinschaft, Musik und lebendigem Glauben macht die Wallfahrt für die Teilnehmer zu etwas Besonderem.
Um 6 Uhr traf sich die Wallfahrtsgemeinschaft in Löffelsterz. Pfarrer Andreas Heck verabschiedete sie mit dem Pilgersegen. Der Weg ging zunächst mit dem Bus nach Pfarrweisach. Dort begann die Fußwallfahrt mit einem gemeinsamen Morgengebet an der Kirche. Auf dem Weg nach Vierzehnheiligen luden Lieder zum Mitsingen und zum Nachdenken über den eigenen Glauben Lebensweg ein. Schon bei der ersten Rast entstand ein besonderer Moment: Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich erstmals in der Ferne das gemeinsame Ziel: die Basilika Vierzehnheiligen.
Für das leibliche Wohl war während der gesamten Wallfahrt bestens gesorgt. Sigmar und Monika Lischka aus Löffelsterz hatten für die Wallfahrer liebevoll Brotzeiten vorbereitet. Diese kleinen Pausen waren nicht nur eine willkommene Stärkung, sondern auch schöne Momente der Gemeinschaft.
Zur Mittagszeit erreichten die Wallfahrer Nedensdorf. Dort wartete bereits ein reichhaltiges Mittagessen auf die Pilger. Danach ging der Weg weiter in Richtung Vierzehnheiligen. Gegen 16 Uhr dort angelangt zogen die Wallfahrer mit dem Lied „Du großer Gott“ in das beeindruckende Gotteshaus ein. Ein „Gänsehautmoment“, wie es mehrere Teilnehmer benannten, wie auch die Lobpreislieder vor dem Gottesdienst. Im der Messfeier konnten die Wallfahrer Dank, Bitten, Sorgen vor Gott bringen. Die Glaubensfreude zog sich aus der Liturgie vor das Gotteshaus. Spontan entstand auf den Stufen vor der Basilika ein kleines Lobpreiskonzert. „Danke Jesus“ gehörte zu den Liedern, die die Begeisterung und Dankbarkeit der Wallfahrer zum Ausdruck brachten. Bei der anschließenden Brotzeit war Raum für Austausch und Geselligkeit, auch bei gemeinsamen Liedern.
Bevor die Wallfahrtsgemeinschaft sich auf den Heimweg machte, wurden langjährige Teilnehmer geehrt. Als Zeichen ihrer Treue wurden ihnen vom Wallfahrtsführer Edgar Beck Anstecknadeln überreicht. Mit den Liedern „Ave Glöcklein“ und „Gottes guter Segen sei mit euch“ klang schließlich ein langer, erfüllter Wallfahrtstag aus.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Wallfahrt beigetragen haben. Die Wallfahrt zeigte, wie lebendig Kirche und Glaube sein können. Es geht darum, gemeinsam unterwegs zu sein, einander zu tragen und immer wieder den Weg zu Jesus zu suchen. Besonders erfreulich ist, dass die Löffelsterzer Wallfahrt weiter wächst und neue Teilnehmer anspricht. Sie verbindet Tradition mit zeitgemäßen Formen von Glaube und Gemeinschaft.
© A. Bedenk



