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Gestärkt im Gottvertrauen

Schweinfurter Oberland
Pilgerfahrt aus Stadtlauringen nach Lisieux und in die Normandie

Gute Gemeinschaft, Sonnenschein und Freude am Glauben waren Begleiter für die 45 Pilger, die am 22. September von Stadtlauringen in Richtung Frankreich aufbrachen. Erste Station der Reise war Prüm in der Eifel, wo die Gruppe in der Basilika St. Salvator die Heilige Messe feierte. Pfarrer Daigeler sprach über die "Hast, die uns oft am richtigen Wahrnehmen hindere" und über die Chance, die im dankbaren Blick für jeden geschenkten Tag liegt.

Von dort ging die Fahrt durch die Ardennen, quer durch Belgien bis nach Valenciennes. Am nächsten Morgen durchquerten die Wallfahrer die Picardie, begleitet von Erläuterungen zur Geschichte des Landes und der Kathedrale von Amiens. Es ist die größte gotische Kathedrale Frankreichs, umso eindrucksvoller war es, dort im Chorraum die Messe zu feiern. Eine Führung erschloss anschließend das Bauwerk, bevor es weiter in die Normandie ging. An der Seine-Mündung gelegen lud das Fischerdorf Honfleur die Pilger zu einem Bummel am Nachmittag ein.

Am Abend kam die Gruppe aus dem Schweinfurter Oberland am Hauptziel an, in Lisieux. Hier zelebrierte Pfarrer Daigeler am Morgen in der Karmel-Kirche die Messe am Schrein der heiligen Therese. Über ihren "Kleinen Weg" des Gottvertrauens sprach er in der Predigt. "Kleine, alltägliche Dinge mit großer Liebe tun, ist der Weg zur Heiligkeit."

Nun war Zeit für das Museum über Thereses Leben. Am Nachmittag genossen die Teilnehmer einen entspannten Ausflug in den barocken Klostergarten und die romanische Abteikirche St. George de Boscherville.

Bevor die Pilger am Freitag Abschied von Lisieux nahmen, gingen sie in die Basilika St. Therese. Das riesige Gotteshaus beeindruckt mit seinen prachtvollen Mosaiken. Der Gottesdienst nahm das Thema Ehe und Familie in den Blick, da sich in der Krypta der Schrein mit den Reliquien der Eltern von Therese, Zelie und Louis Martin, befindet. Dort gab es einen besonderen Segen. Währenddessen läuteten in ganz Frankreich die Glocken, um Papst Leo in Paris zu begrüßen.

Der Pilgerweg führte nun an die Westgrenze der Normandie, an den Mont St. Michel. Der Klosterberg machte einen tiefen Eindruck auf die Wallfahrer. Bei bestem Wetter nahmen sie die zahlreichen Stufen bis zur Kirche und zur Aussicht über die Bucht. Ein unvergessliches Erlebnis.

Am nächsten Morgen schlug die Gruppe vom Mont St. Michel den Weg in Richtung Heimat ein. Quer durch Frankreich ging es nach Reims, wo die filigrane, gotische Kathedrale noch einmal über die Baukunst des Mittelalters staunen ließ. Hier taufte der heutige Remigius den König Chlodwig, hier nahmen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer an einer Versöhnungsmesse teil. Daran erinnerte Pfarrer Daigeler in seiner Predigt, als er über das Verbindende des katholischen Glaubens über Grenzen hinweg sprach.

Der letzte Tag der Wallfahrt führte von Reims über das Saarland nach Hause. In Quierschied begrüßte Pfarrer Johannes Kerwer die Gruppe sehr herzlich zur Sonntagsmesse. Sein Pfarrgemeinderat hatte als Stärkung für die Pilger ein "Bergmannsfrühstück" vorbereitet. Glücklich kamen die Pilger am Abend in Stadtlauringen an. Die kunstvollen Bauten, das gemeinsame Beten und das Zeugnis der Kleinen Therese haben alle im Gottvertrauen gestärkt.

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