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Glaubensgemeinschaft gestärkt am Grab des seligen Liborius

Schweinfurter Oberland
Wallfahrt das Pastoralen Raums Schweinfurter Oberland nach Heidenfeld

"Gemeinsam Zeugnis geben für den Glauben", war das Thema der Predigt am Grab des seligen Liborius Wagner (1593-1631). Mehr als 120 Pilger aus verschiedenen Orten des Pastoralen Raums Schweinfurter Oberland waren am Mittwoch, den 15. Juli, zu einer Wallfahrtsmesse nach Heidenfeld gekommen. Die katholische Seelsorgeeinheit trägt den Märtyrerpriester als Patron in ihrem Namen. Seit mehreren Jahren kommt daher Wallfahrer mit Bus, Auto oder auch zu Fuß in die Heidenfelder Kirche, um dort zu beten, die Heilige Messe zu feiern und anschließend bei der Pilgerbewirtung in ihrer Glaubensgemeinschaft gestärkt zu werden.

Zahlreiche Geistliche aus Nah und Fern standen beim Wallfahrtsamt am Altar, der seit der Seligsprechung 1974 die Gebeine des Märtyrers Liborius Wagner birgt. Pfarrer Dr. Eugen Daigeler erinnerte in seiner Predigt an die Ernennung von Wagner zum Pfarrer von Altenmünster im September 1626, also vor genau 400 Jahren. Damit war der Geistliche nach den damaligen Regeln für alle Bewohner des Ortes zuständig. Die konfessionellen Auseinandersetzungen der Zeit kosteten Wagner das Leben. Umso mehr dränge dieses Glaubenszeugnis, "dass alle Christen gemeinsam Zeugnis für Christus geben", so Daigeler. Dabei gehe es nicht darum, das Bekenntnis nicht mehr so ernst zu nehmen, sondern umso deutlicher zu Gott und zur Kirche zu stehen.

Gerne nahmen die Gläubigen die Möglichkeit wahr, sich persönlich mit einer Reliquie des Seligen segnen zu lassen. Nach Gebet und Gesang war anschließend ausreichend Zeit für gute Gespräche und Austausch, wofür dem Gemeindeteam Heidenfeld herzlicher Dank gebührt.

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