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Gemeinsam Zeugnis geben für Christus

Altenmünster
400 Jahrfeier der Ernennung von Liborius Wagner zum Pfarrer von Altenmünster

Ein besonderer Jahrtag wurde am Freitag, den 11. September, in Altenmünster gefeiert. Auf Tag genau 400 Jahre zuvor war Liborius Wagner vom damaligen Würzburger Bischof zum Pfarrer des Ortes ernannt worden. In der katholischen Kirche wird Wagner, der letztlich Opfer der Konfessionskriege wurde, als Märtyrer verehrt. Obwohl das Gemeinsame im christlichen Glauben damals nicht gesehen werden konnte, war Liborius Wagner nach den Regeln der Zeit dennoch Pfarrer für alle Bewohner von Altenmünster. Die weltlichen und geistlichen Zuständigkeiten waren unterschiedlich. Um das Verbindende herauszustellen, lud die Pfarrgemeinde und der Pastorale Raum Schweinfurter Oberland darum zu einem ökumenischen Abendlob ein. Zahlreiche Gläubige beider Konfessionen versammelten sich um den Taufstein, der seit Jahrhunderten in der Kirche Mariae Himmelfahrt steht und an dem bereits Liborius Wagner taufte.

Pfarrer Stefan Gäb (Lendershausen) und Pfarrer Dr. Eugen Daigeler leiteten das Abendgebet. Auch Pfarrer Kai Söder wirkte mit ebenso wie Ministrantinnen und Lektoren und der Organist Leon Wintersieg. Im Mittelpunkt des Abendlobs standen Gebete, die das Thema Taufe betrachteten. In einem eindrucksvollen Ritus traten viele Mitfeiernde an den Taufstein und bekreuzigten sich mit dem Wasser zur Erinnerung an ihre Taufe und an die Berufung, als Getaufte Zeugen für Christus zu sein.

In seiner Predigt schilderte Pfarrer Daigeler einige Ereignisse aus dem Leben Wagners. Als junger Mann bewarb er sich erfolglos um eine Stelle als Lehrer. Diese Enttäuschung habe ihn bewegt, nach einem Weg zu suchen, "den einen Glauben in einer für ihn neuen Form" zu leben. Diese Aufgabe bezeichnete Daigeler als aktuell. Auch heute sei Christen aufgegeben, gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen, den einen Glauben an Christus zu leben und zu bezeugen. Dazu gebe gerade die tägliche Treue von Liborius Wagner, der auch in schwierigen Zeiten auf seinem Posten geblieben sei, Mut und bewahre vor Panik oder Resignation.

Pfarrer Gäb dankte am Ende des Gottesdienstes für das gute Miteinander. Das wurde auch erlebbar bei der anschließenden Begegnung vor der Kirche, für die katholische und evangelische Christen gemeinsam einen Imbiss vorbereitet hatten.

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