Ein feierliches Hochamt zelebrierte Subregens Dr. Christian Staude am Samstag, den 11. Juli, in der Wettringer St. Kilianskirche zu deren Patrozinium. Staude stammt aus Mellrichstadt und ist derzeit stellvertretender Leiter des Herzoglichen Georgianums, einem Priesterseminar in München. Ortspfarrer Dr. Eugen Daigeler begrüßte den Gast aus der Landeshauptstadt am Beginn des Gottesdienstes, den Fabian Schech festlich an der Orgel begleitete.
Kiliani wird in Wettringen seit alters her mit großer Feierlichkeit begangen. Der Ort ist mit Fahnen geschmückt, die Blaskapelle spielt bereits am Morgen einen Weckruf. Gleich zu Beginn der Messfeier wies Subregens Staude auf das Erbe der Frankenapostel hin, das sei der christliche Glaube. Der Glaube sei von konkreten Menschen nach Franken gebracht worden, darum brauche es auch heute konkrete Menschen, die ihn ergreifen und leben.
In seiner tiefgehenden Predigt wies Subregens Staude ausgehend vom Hebräerbrief darauf hin, dass Gott „lebendiges Feuer“ sei. Gott sucht die persönliche Beziehung zu uns. "Er ist nicht vergangen, er ist gegenwärtig." Das Bild des Feuers spreche aber auch von der Reinigung. Darum fordere der christliche Glaube auf, dass wir unser Tun prüfen, ob es dem Guten dient. Schließlich ermutigte Staude die Gläubigen mit Blick auf die Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium, dass Gott uns gutes und gelingendes Leben zusagt, wenn wir ihm vertrauen und seine Wege gehen.
Zum Festtag gehörte auch die feierliche Sakramentsandacht am Nachmittag. Daran schloss sich eine Prozession durch Wettringen an, begleitet von der Blaskapelle. Beim Umgang mitgetragen wurde die altehrwürdige Kiliansfigur und die Reliquie des Heiligen. Damit erteilte Pfarrer Daigeler abschließend den Gläubigen persönlich den Segen.







