Das unbeständige Wetter machte nicht in allen Orten des Pastoralen Raums eine Bittprozession möglich, doch durch einige Felder zogen singend und betend Gläubige an den Bitttagen. Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt sind in besonderer Weise dem Gebet um das Wachsen und Gedeihen aller Dinge gewidmet. Das drückten die Vorbeter mit verschiedenen Litaneien und Fürbitten aus. Begleitet wurde der Gesang von den örtlichen Blaskapellen oder der Kirchenmusik. Dafür wie auch für die Absicherung durch die Feuerwehr sei ganz Herzlich Vergelt's Gott gesagt.
Im Bittamt in Wettringen, zu dem Wallfahrer aus Aidhausen, Birnfeld und Fuchsstadt gekommen waren, stellte Pfarrer Daigeler das Thema Dankbarkeit heraus. Als Christen haben wir einen anderen Blick auf die Welt und das Leben. Wir denken nicht von Ansprüchen und Machbarkeit her, sondern sehen das Leben als Gabe und Geschenk Gottes. Diese Dankbarkeit lässt uns erst das Leben genießen. Die Gedanken prägten auch den Bittgang von Stadtlauringen nach Thundorf, an dem besonders viele Ministranten teilnahmen. Am dritten Bitttag ging ein kurzer Rundgang zu vier Bildstöcken um den Ort Sulzdorf, der für die Gaben der Schöpfung dankte und um Gottes Segen bat. Das stand im Mittelpunkt aller Bittgänge und Bittmessen im Pastoralen Raum an diesen Tagen.
Nach alter Tradition zogen am Bittdienstag Wallfahrer von Hausen nach Üchtelhausen. Dort zelebrierte Kaplan Joby Joseph die Heilige Messe in der Kirche St. Jakobus. Am Tag zuvor waren Gläubige aus Üchtelhausen unter dem musikalischen Geleit der Blaskapelle Üchtelhausen in einer Bittprozession nach Hausen gekommen. Die beiden Orte waren in der kirchlichen Organisation über viele Jahrhunderte verbunden. Die Hausener Wallfahrer freuten sich über das gemütlichen Beisammensein im Kuratus-Heßdörfer-Pfarrheim, bevor sie betend den Heimweg antraten.
