Wallfahrt aus dem Schweinfurter Oberland nach Kevelaer
Der zweitgrößte Wallfahrtsort Deutschlands war das Ziel von mehr als 40 Pilgern, die am Morgen des 4. Mai in Stadtlauringen aufbrachen. Der Weg nach Kevelaer führte die Gruppe aus dem Schweinfurter Oberland zuerst nach Werl in Westfalen. In der dortigen Marienbasilika feierten die Wallfahrer mit Pfarrer Dr. Eugen Daigeler die Heilige Messe. Er sprach über die Dankbarkeit, die ein Weg zum Glauben sei. "Maria zeigt uns, was Gott Großes auch in unserem Leben tut." Bei sommerlichen Temperaturen bummelten die Gäste anschließend durch die Stadt. Von hier ging es weiter Richtung Westen nach Kevelaer, das nahe der niederländischen Grenze gelegen ist. Hier wird seit 1640 die "Trösterin der Betrübten" verehrt. Die Pilger bestaunten das kleine Gnadenbild, bevor sie mit einer Sakramentsandacht ihre Zeit am Gnadenort eröffneten.
Der zweite Wallfahrtstag führte über die Grenze nach Roermond. In der Kathedrale St. Christoph zelebrierte Pfarrer Daigeler die Heilige Messe und sprach über das Thema Frieden. "Der Glaube schenkt uns Frieden selbst in schweren Herausforderungen." Nun erkundeten die Unterfranken die Stadt in der Provinz Limburg. Der Nachmittag stand im Zeichen der Mission. Die Pilger besuchten das Mutterhaus der Steyler Missionare und das Grab des heiligen Arnold Janssen. P. Reiner gab eine humorvolle Führung durch das Kloster an der Maas.
Den dritten Wallfahrtstag eröffnete ein Morgengebet, bei dem Pfarrer Daigeler drei Impulse aus der Fahrt aufgriff. Zuerst sprach er über den ansprechenden Titel des Wallfahrtsortes: Trösterin der Betrübten. "Durch Maria wissen wir: Wir sind nie allein". Danach ging er darauf ein, wie klein und unscheinbar das Gnadenbild von Kevelaer ist. Das sei ein Hinweis, wie viel kleine Zeichen des Glaubens und Liebe bewirken können. Der dritte Impuls griff die christliche Mission auf: "Unser eigener Glaube wächst, wenn wir ihn mit anderen teilen." Anschließend feierten die fränkischen Pilger ein feierliches Pontifikalamt in der Basilika mit, zelebriert von Weihbischof Ludger Schepers und begleitet von der imposanten Orgel. Die Liborius Wagner-Fahne zog mit ein. Gestärkt und erfreut machten sich die Wallfahrer danach auf die Heimreise.

















